Make Chocolate Fair!
Eine Kampagne von

"Landwirtschaft braucht Fairness" – Vom Feld bis zur Schokoladentafel

Make Chocolate Fair!

INKOTA-Osteraktion 2026

Zeichnung eines Osterhasen und einer Schokoladentafel, die Protestschilder hochhalten. Text: Landwirtschaft braucht Fairness

Die Bedingungen im Kakaoanbau sind seit vielen Jahren prekär. Millionen Kakaobäuerinnen und -bauern leben in Armut, obwohl der Kakaopreis in den vergangenen Jahren ein Rekordhoch erreicht hat. Davon kommt bei ihnen jedoch kaum etwas an. Faire Preise entlang der Lieferkette fehlen nach wie vor – mit gravierenden Folgen: Armut, ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit sind weiterhin Realität.  

Seit Jahren fordern wir von den großen Schokoladenunternehmen Verantwortung zu übernehmen. Doch weder Mondelez, Lindt, Ferrero noch andere Branchenriesen haben sich verbindlich dazu verpflichtet, den Kakaobäuer*innen in ihren Lieferketten langfristig faire und existenzsichernde Preise zu zahlen. Freiwillige Selbstverpflichtungen reichen nicht aus. Wenn Unternehmen Armut in ihren Lieferketten weiterhin in Kauf nehmen, ist klar: Die Politik ist gefragt. 

Deshalb richten wir mit der diesjährigen Osteraktion gemeinsam mit Fairtrade und weiteren Partnern einen deutlichen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. “Landwirtschaft braucht Fairness" – Vom Feld bis zur Schokoladentafel. 

Wir fordern:

  • faire Preise über den Produktionskosten für die Landwirtschaft entlang der gesamten Lieferkette und 
  • feste, verbindliche Regelungen für faire Preise – politisch verankert und wirksam kontrolliert.

Ich bin dabei! 

Graph zur Kakaopreisentwicklung von 2016 bis 2026

Armut im Kakaoanbau – ein strukturelles Problem 

Die Situation im Kakaoanbau bleibt dramatisch. Millionen Kakaobäuerinnen und -bauern in Westafrika können von ihrer Arbeit nicht leben. Die Folgen sind bekannt und erschütternd: Armut, ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit sind weiterhin weit verbreitet. 

Besonders alarmierend ist die aktuelle Entwicklung am Kakaomarkt. Nachdem der Weltmarktpreis für Kakao in den vergangenen zwei Jahren ein historisch hohes Niveau erreicht hatte, beginnt er nun wieder zu sinken. Für die Kakaobäuer*innen bedeutet das eine akute Gefahr: Fallen die Preise weiter, droht eine massive Verschärfung der Armut und eine Zunahme der gravierenden Probleme im Kakaoanbau. Es braucht endlich ein Sicherheitsnetz, das das Schlimmste verhindert. Ein gesetzliches Verbot von Preisen unterhalb der Produktionskosten wäre ein solcher erster Schritt hin zu fairen Preisen für die Bäuer*innen.

Ich mache mit!

Schokoosterhase und Schokoladentafel halten Protestschilder in die Höhe. Text: Faire Kakaopreise und Jetzt Appell unterstützen

Unser Appell

Mit der Osteraktion 2026 richten wir uns direkt an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Unter dem Motto „Landwirtschaft braucht Fairness" – Vom Feld bis zur Schokoladentafel fordern wir ihn und die Bundesregierung auf, sich entschlossen für faire Preise in der Landwirtschaft einzusetzen – national, europäisch und global. 

Ein zentraler Hebel dafür ist die anstehende Überarbeitung der EU-Richtlinie zu unlauteren Handelspraktiken (UTP). Diese Reform bietet die Chance, faire Preise endlich verbindlich zu verankern und Landwirt*innen besser vor Preisdumping und Machtmissbrauch zu schützen. Jetzt ist der Moment, diese Chance zu nutzen. 

Faire Kakaopreise sind ein erster Schritt 

Existenzsichernde Preise sind die Grundlage für menschenwürdige Arbeit im Kakaoanbau. Sie ermöglichen Investitionen in nachhaltige Landwirtschaft, schützen vor Preisschwankungen und sind entscheidend, um Kinderarbeit wirksam zu bekämpfen. 

Während Verbraucher*innen in Europa über steigende Schokoladenpreise diskutieren, kämpfen Kakaobäuer*innen ums Überleben. Ohne politische Regeln bleiben sie den Schwankungen des Weltmarkts schutzlos ausgeliefert. Das darf nicht so bleiben. 

Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin und der Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein das INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

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